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09.03.2001 Sächsische Zeitung
 

Mannesmann als Leuchtturm der Region


 

Mobilfunk-Unternehmen eröffnete gestern Call-Center in Bautzen
"Aus den Kursen des Arbeitsamtes übernehmen wir einen Teil unserer Mitarbeiter." Thomas Hofmann, Personalchef der Mannesmann-Niederlassung Ost, Radebeul.

Feierlich eröffnet wurde gestern das Kundenbetreuungs-Zentrum der
Mobilfunk-Firma Mannesmann. Dort werden D2-CallYa-Kunden von derzeit
200 Mitarbeitern betreut. Bis zum Jahr 2003 sollen es 500 Beschäftigte sein.

Von Andreas Rentsch

Wirtschaftsminister Kajo Schommer freute sich, dass er nur 35 Minuten
vom Dresdner Flughafen bis ins Gewerbegebiet an der Wilthener Straße
gebraucht hatte. D2-Vorstandsvorsitzender Jürgen von Kuczkowski
zeigte sich entzückt, dass der Bau des Call-Centers von der Stadt
so unbürokratisch unterstützt worden war. Und Gewerbepark-Geschäftsführer
Utz Eisenrigler war einfach glücklich, den potenten Investor überzeugt
zu haben: "Mit Mannesmann haben wir hier den Leuchtturm in der Region." Durch
die symbolische Schlüsselübergabe von Eisenrigler an Kuczkowski
ist das fünfte Call-Center des Mobilfunk-Unternehmens in ganz Deutschland
in Betrieb gegangen. In den nächsten beiden Jahren sollen zurzeit
noch leer stehende Teile des Gebäudes genutzt werden. Je nach Wachstum
des Marktes werden 2003 in Bautzen etwa 500 Kundenbetreuer Anrufe
von Handy-Nutzern aus ganz Deutschland entgegennehmen.
"Richtig ist, wir haben lange diskutiert. Der Gedanke an ein fünftes
Center existierte schon viele Jahre", erläuterte Jürgen von Kuczkowski
die Expansionspläne von Mannesmann. "Der Mobilfunk-Boom hat die
Angelegenheit dann beschleunigt." Im Mai 2000 war der Grundstein
für das Call-Center gelegt worden, bereits Anfang Januar gingen
die ersten Anrufe an der Wilthener Straße ein.

Derzeit arbeiten nach Auskunft von Mannesmann-Sprecher Matthias
Andreesen Viegas 200 Mitarbeiter im flexiblen Schichtbetrieb. "80 Prozent
sind ehemalige Arbeitslose. Es freut uns natürlich, dass wir diesen
Leuten eine zweite Chance geben können." Weitere Anwerbungsrunden
wie im Herbst letzten Jahres, als sich Hunderte für die ersten freien
Stellen bewarben, wird es in Zukunft nicht mehr geben. Statt dessen
veranstaltet das Arbeitsamt ständig Lehrgänge, in denen jeweils
20 Bewerbern die Grundlagen der Arbeit in einem Call-Center vermittelt
werden. "Aus diesen Kursen heraus übernehmen wir einen Teil unserer
Mitarbeiter", erklärte Thomas Hofmann, Personalchef der Mannesmann-Niederlassung
Ost. Er ist gleichzeitig Ansprechpartner für Interessenten. Laut
Sprecher Andreesen bekommt etwa die Hälfte der Kursteilnehmer eine
Anstellung.

In Bautzen werden nur die Kunden betreut, die keinen festen D2-Vertrag
abgeschlossen haben. Das sind deutschlandweit etwa zehn Millionen
Handy-Besitzer. Die Vernetzung der Niederlassung in der Oberlausitz
mit den vier anderen Call-Centern in Ratingen bei Düsseldorf, Stahnsdorf
bei Berlin, Hannover und Stuttgart ermöglicht es, ankommende Anrufe
auf andere Standorte umzuleiten. So geschehen gestern, als im Bautzener
Gewerbepark für eine Stunde mit Sekt und Häppchen gefeiert wurde.
 
17.05.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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