Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
 

07.06.2007 Sächsische Zeitung
 

Bautzener Rechenzentrum legt zu


 
Die Firma Itelligence hat ausgebaut. Bis 2012 soll sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln.

Ein Blick in den Ausweis, ein Kontrollblick auf die Besucherliste - ohne Voranmeldung gelangt niemand in die Firma Itelligence hinein. Selbst bei der Feier zur Einweihung des neuen Rechenzentrums gilt keine Ausnahme von diesem strengen Ritual.

Das würden sich die etwa 100Kunden wohl auch verbitten. Schließlich vertrauen sie dem Bautzener Unternehmen das Wertvollste an, was sie besitzen: Auf Hunderten von Datenspeichern - sogenannten Servern - lagern hier Informationen über Verträge, Lieferanten und Zukunftspläne.

Neben ihrem Wissen um Soft- und Hardware handeln Geschäftsführer Alexander Gebhard und seine 70Mitarbeiter daher vor allem mit der Ware Sicherheit. So wird das Gebäude im Gewerbepark an der Wilthener Straße nicht nur von Panzerglas und Wachleuten geschützt, sondern ist auch für alle technischen Notfälle gewappnet. Vom leistungsfähigen Notstromaggregat bis zur doppelt abgesicherten Telefon-Verbindung reicht das Spektrum der Vorkehrungen für den Fall der Fälle.

"Ob es brennt, ob der Strom ausfällt oder ob ein Bauteil kaputt geht, die Kunden dürfen nichts davon spüren" nennt Alexander Gebhard die oberste Maxime. Denn die Unternehmen legen ihre Daten im Rechenzentrum nicht nur ab. Über superschnelle Leitungen arbeiten sie permanent mit diesen Informationen. Ganz so, als würde der Computer in der heimischen Firma stehen. Der 24-Stunden-Betrieb an 365Tagen im Jahr ist da selbstverständlich. Schließlich setzen mittlerweile Unternehmen aus ganz Europa, Asien und den USA auf die Dienste der Bautzener.

Die sind von ihrem schnellen Wachstum selbst ein wenig überrascht. Schließlich waren sie erst 2001 an die Wilthener Straße gezogen. "Im neuen Rechenzentrum, das wir damals eingeweiht haben, standen 110 Server - und wir dachten der Platz reicht mindestens bis 2009", erinnert sich Alexander Gebhard. Die Wirklichkeit war schneller: In nur fünf Jahren stieg die Zahl der betreuten Systeme auf 450. Anfang 2006 wurde klar: Ein zweites Rechenzentrum muss her.

Im Herbst begannen in einem Nachbarflügel des Itelligence-Gebäudes die Bauarbeiten. In dieser Woche wurde der Zwilling des "alten Rechenzentrums" eingeweiht. Mit guten Nachrichten: Von den 500Serverplätzen im Neubau sind 100 schon wieder belegt.

Kein Wunder also, dass Herbert Vogel, der Vorstandsvorsitzende der ItelligenceAG, optimistisch in die Zukunft blickt: "Unser Ziel ist, das neue Rechenzentrum bis Ende 2008 vollständig zu belegen." Und auch die Zahl der Mitarbeiter soll steigen: "Wenn das Wachstum so weitergeht, könnte sich die Bautzener Belegschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln." Auf eine Botschaft legt Vogel deshalb besonderen Wert: "Wir suchen ständig qualifizierte Mitarbeiter."

SZ: Ulli Schönbach

Bild: Itelligence-Mitarbeiter Karlheinz Dienel (r.) zeigt den Besuchern das Herzstück des Rechenzentrums: In diesen Serverschränken sind Daten aus der ganzen Welt gespeichert. Foto: Carmen Schumann
 
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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