Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
 

06.01.2007 Sächsische Zeitung
 

Gewerbepark-Firmen bauen aus


 
Wilthener Straße. Rund 90 Prozent der Flächen sind vergeben. Etwas freien Platz haben die Vermieter immer in petto.

Vor 15 Jahren kam Utz Eisenrigler von der Wupper an die Spree. In Wuppertal hatte er gerade ein Betriebsgelände in einen Gewerbepark umgewandelt. Gleiches sollte auch in Bautzen geschehen: Hier war Ende 1991 das ehemalige Robur-Werk an der Wilthener Straße stillgelegt worden.

Gemeinsam mit Alfred Müller, der vier Jahrzehnte hier gearbeitet hatte, entwickelte Utz Eisenrigler ein Konzept für einen modernen Gewerbepark mit breitem Branchenmix. Woran damals nur kühne Optimisten glaubten, wurde Wirklichkeit: Heute haben im Gewerbepark Wilthener Straße etwa 1200 Menschen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz - mehr, als es zu Robur-Zeiten waren.

Weiteres Call-Center entsteht

Die Bandbreite der Mieter reicht von A wie Autohaus bis W wie Weiterbildungsakademie. Ingesamt stehen für Mieter etwa 35000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. "Davon sind derzeit rund 90 Prozent vermietet", berichtet Ralf Eisenrigler. Der 36-Jährige führt seit dem Jahreswechsel die Geschäfte des Gewerbeparks, nachdem sich Vater Utz Eisenrigler wie geplant schrittweise zurückgezogen hatte.

"Einen Vermietungsstand von 100Prozent streben wir gar nicht an", erklärt der Geschäftsführer. "Schließlich brauchen wir immer etwas Platz in Reserve, wenn neue Mieter einziehen oder schon ansässige erweitern wollen." Letzteres geschieht in diesen Wochen mit dem Rechenzentrum der Firma Itelligence. Das Unternehmen braucht mehr Platz für seine Rechentechnik und bekommt ihn in einem bislang leerstehenden Nebengebäude. Größer wurden im vergangenen Jahr das Hotel und Restaurant "Residence". Aus bisherigen Büros wurden Hotelzimmer und Veranstaltungsräume; die ehemaligen Mieter zogen innerhalb des Gewerbeparks um.

Drei weitere Unternehmen wollen ebenfalls wachsen, über ihre Erweiterungspläne laufen derzeit Gespräche, berichtet Ralf Eisenrigler. Neu an der Wilthener Straße 32 sind seit 2006 der Internet-Dienstleister Azionare, die Konstruktions- und Ingenieurtechnik-Gesellschaft Teccon sowie der private Briefdienst City-Post. Ebenfalls zu den neuen Mietern gehört die MailPerfect Europe AG. Das Internet-Unternehmen will nach Auskunft von Ralf Eisenrigler ein Call-Center einrichten. Dies wäre dann bereits das zweite im Gewerbepark, wo der Telekommunikationsanbieter Vodafone mit etwa 500 Beschäftigten in seinem Kundenbetreuungszentrum der derzeit größte Mieter ist. Insgesamt ließen sich im Gewerbepark etwa 45 Unternehmen nieder. "Viele von ihnen wollen ihren Mietvertrag verlängern, das sehen wir als Vertrauensbeweis", freut sich der Geschäftsführer.

Nicht mehr an der Wilthener Straße ansässig ist die Philips-Medizintechnik: Das Unternehmen hat sich 2006 auf Beschluss der niederländischen Konzernzentrale aus Bautzen zurückgezogen.


SZ: Tilo Berger


Bild: Praktikantin Luisa Dreßler bereitet im Hotel "Residence" ein Zimmer vor. Das Haus im Gewerbepark an der Wilthener Straße in Bautzen ist im vergangenen Jahr gewachsen. Auch etliche andere Mieter des Gewerbeparks denken über eine Erweiterung nach. Fotos: SZ/Uwe Soeder
 
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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