Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
27.01.2006 Oberlausitzer Kurier
Vodafone-Callcenter feierte sein fünfjährige Bestehen
600 Arbeitsplätze für die Oberlausitz
Bautzen. Man schrieb den 14. November 1996, als Hartmut Kremling erstmals dem Gewerbepark Wilthener Straße in Bautzen einen Besuch abstattete. "Meine Mission war es, einen Standort für ein neues Callcenter zu finden", erklärt der heutige Geschäftsführer der Vodafone Deutschland AG, Niederlassung Ost, damals Hauptabteilungsleiter Technik bei Mannesmann.
Wie man heute weiß, verlief die Suche erfolgreich. Gut vier Jahre später, am 30. Dezember 2000, wurde in Bautzen der erste "Call" empfangen. Mittlerweile liegen auch hinter diesem Ereignis schon wieder über fünf Jahre - Grund genug für die Vodafone AG, in feierlicher Stimmung Rückblick zu halten.
Aus diesem Grunde luden Geschäftsführer Hartmut Kremling, Callcenter-Leiterin Jana Lehmann und weitere leitende Mitarbeiter sowie die Belegschaft zu einer Feierstunde ein. "Als die Idee geboren wurde, in Sachsen das deutschlandweit fünfte Mannesmann-Callcenter zu eröffnen, kam mir als einziger möglicher Standort sofort Bautzen in den Sinn", erinnert sich Hartmut Kremling. Schließlich sind die Bewohner des Freistaates ja nicht gerade für ein besonders "sauberes" Hochdeutsch bekannt: "Doch ich hatte einen Kollegen aus Bautzen, der ein sehr gutes Hochdeutsch sprach." Diesem verdanken es die Bautzener letztendlich, dass die Standortwahl tatsächlich auf ihre Stadt fiel.
Mittlerweile hat sich das Vodafone-Callcenter zu einem der größten gewerblichen Arbeitgeber nicht nur der Stadt, sondern der gesamten Region entwickelt. Die Zahl der Beschäftigten stieg seit der Inbetriebnahme von 133 auf mittlerweile über 500. "Man kann davon ausgehen, dass durch unser Callcenter mittelbar 600 Arbeitsplätze für die Oberlausitz entstanden sind", erklärt Hartmut Kremling. Eine wichtige Rolle spielte auf diesem Weg die intensive Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, die das mehrstufige Auswahlverfahren organisierte und begleitete. Ein weiteres Wachstum plant das Unternehmen allerdings nicht mehr. Angesichts der äußerst geringen Fluktuation unter den Beschäftigten dürften die Chancen, jetzt noch einen Arbeitsplatz zu "ergattern", eher gering sein.
In den vergangenen Expansionsjahren sorgte Vodafone allerdings für eine spürbare Entlastung des Arbeitsmarktes, nicht zuletzt auch durch die Tatsache, dass Frauen 78 Prozent der Belegschaft bilden. Und dass sich die Bautzener Telefonspezialisten nicht zu verstecken brauchen, beweist der Fakt, dass Vodafone vier Mal hintereinander den ersten Preis des Fachmagazins "connect" hinsichtlich des Kundenservice errang. "Freundlichkeit, Spaß am Telefonieren und großes Fachwissen stellen die drei wichtigsten Eigenschaften unserer Mitarbeiter dar", betont Hartmut Kremling. Und so dürfte sich die Zahl der bislang 22 Millionen geführten Gespräche in den nächsten fünf Jahren mindestens verdoppeln.
OLK: Uwe Menschner
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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