Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
16.09.2004 Sächsische Zeitung
Bautzener hüten Daten von Reemtsma und AOL
Itelligence AG investiert fünf Millionen Euro in ihr Rechenzentrum
Das Bautzener Rechenzentrum der Itelligence AG wird erweitert. Dafür investiert das Unternehmen fünf Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter soll von 54 auf über 60 steigen. Sachsen unterstützt das Vorhaben mit 580 000 Euro. Gestern übergab Staatsminister Stanislaw Tillich den Förderbescheid.
Früher hatte eine Fabrik eine Werkhalle, ein Lager und ein paar Büros. Alles auf einem Fleck, häufig sogar unter einem Dach. Heute funktionieren Betriebe anders. Ganze Unternehmensbereiche werden ausgegliedert und an fremde Dienstleister übertragen. Die örtliche Nähe, Ländergrenzen und Zeitzonen spielen dabei dank der modernen Computer- und Kommunikations-Technik eine immer geringere Rolle.
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist das Rechenzentrum der Itelligence AG im Gewerbepark an der Wilthener Straße. Fast bedauernd stellt Geschäftsführer Alexander Gebhard fest, dass man leider keine sächsischen Groß-Kunden habe. Dafür lassen Unternehmen wie Schwarz Pharma, AOL, der Tabak-Konzern Reemtsma und der Maschinenbauer Benteler ihre Daten von den Bautzener verwalten. Dabei setzen die Kunden zumeist auf Programme des führenden Softwarehauses SAP, dessen ständiger Partner die Itelligence AG ist. Dafür muss sich auch das Bautzener Rechenzentrum regelmäßig strengen Qualitätskontrollen unterziehen.
Für die Unternehmen hat die Auslagerung mehrere Vorteile: Sie müssen selbst keine großen Rechner-Kapazitäten aufzubauen, diese nicht rund um die Uhr betreuen und auch nicht für die notwendige Sicherheit sorgen. Ein zentrales Thema, wie bei einem Rundgang durch das Rechenzentrum deutlich wird. Elektronische Sperren, Panzerschränke und ein Wachdienst sorgen hier dafür, dass keine Information in die falschen Hände kommt. Sicher muss aber auch der ständige Zugriff des Kunden auf seine Daten sein. Selbst dann, wenn der Strom ausfällt oder die Telefonleitungen zusammenbrechen. Dafür ist das Rechenzentrum mit allerlei technischen Finessen ausgestattet: von starken Notstrom-Aggregaten bis zu spezieller Klima- und Brandschutztechnik.
Außerdem werden permanent zusätzliche Rechnerkapazitäten und Datenleitungen vorgehalten, denn die Anforderungen der Kunden sind hoch. "Mitunter haben wir nur wenige Minuten, um ein Problem zu lösen, sonst bleiben irgendwo im Land die Bänder stehen. Das muss absolut ausgeschlossen sein", sagt Alexander Gebhard, dessen Weg als Geschäftsführer 1998 begann - mit der Ausgründung des Rechenzentrums aus dem damaligen Philipswerk.
Die Zahl der Mitarbeiter ist seitdem von zehn auf 54 gestiegen, darunter auch einige Absolventen der Bautzener Berufsakademie, mit der man sehr gut zusammenarbeite. Weitere Einstellungen sind geplant. Mit der Erweiterung des Rechenzentrums sollen neun Arbeitsplätze und zwei Ausbildungsplätze entstehen. Auf ein Wort
Von Ulli Schönbach
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
Beratung, Konzeption, Design, Umsetzung: Netprodukt, .asp-Programmierung, Datenbankumsetzung Z-AS