Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
22.07.2004 Sächsische Zeitung
Von der Industriebrache zum Vorzeige-Objekt
Von Anfang an gute Auslastung / Viele Mieter auf Erfolgskurs
Seinem Namen macht der Gewerbepark Wilthener Straße in Bautzen alle Ehre: Umgeben von gepflegten Grünanlagen, füllen moderne Geschäftshäuser und Produktionsstätten das 65 500 Quadratmeter große Areal.
"Wir wollen nicht nur Gewerbepark heißen, sondern auch so aussehen", kommentiert Utz Eisenrigler, Geschäftsführender Gesellschafter der Gewerbepark Wilthener Straße GmbH. "In Schuss gehalten werden unsere Grünanlagen von Mitarbeitern der Oberlausitzer Werkstätten. Mit dem Diakonischen Werk arbeiten wir bereits seit Jahren zusammen und haben gute Erfahrungen gemacht."
Wer das ehemalige Gelände des traditionsreichen Robur-Werkes heute besucht, wird Vergangenes vergeblich suchen, vom Gegenwärtigen jedoch sehr angetan sein. Zur Zeit sind im Gewerbepark nahezu 50 Unternehmen mit über 1 200 Arbeits- und Ausbildungsplätzen angesiedelt. "Das sind fast dreimal so viele wie im damaligen Robur-Werk", so Eisenrigler. Ein Erfolg, auf den man stolz sein könne - vor allem, weil die Chancen für die Industriebrache unmittelbar nach der Wende gleich Null waren.
Die Umstrukturierung zum Gewerbepark sahen nicht nur der ehemalige Robur-Mitarbeiter Alfred Müller und Utz Eisenrigler, einst Geschäftsführer eines großen Industriebetriebes in Wuppertal, als einzig möglichen Weg aus der Misere. Volle Unterstützung fand ihr Konzept bei der Bautzener Stadtverwaltung und allen anderen zuständigen Behörden.
Parallel zur Beseitigung der Altlasten begann 1993 die Sanierung. Dabei wurden etwa 80 Prozent der alten Substanz erhalten; große, zusammenhängende Gebäude gliederte man neu auf. "Die Auslastung des Gewerbeparks war von Anfang an gut und liegt bis heute immer über 90 Prozent", zieht Eisenrigler Bilanz. Wichtig sei der breit gefächerte Branchenmix. Neben Handels- und Produktionsbetrieben hat sich eine Vielzahl von Dienstleistern angesiedelt, darunter ein Rechenzentrum, ein Callcenter, ein Autohaus, ein Rehazentrum und eine Weiterbildungsakademie - außerdem ein Hotel und ein Sportstudio.
"Die Korrekturphase der Nachwendezeit ist für uns abgeschlossen. Wir haben eine stabile Mietersituation. Das heißt, dass die heute im Gewerbepark ansässigen Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen sind und ihren Platz am Markt festigen konnten." Man könne viele Beispiele einer positiven Entwicklung aufzählen. So gebe es ein Software-Unternehmen, das mit nur einem Seminarraum im Gewerbepark anfing und inzwischen den Standort deutlich vergrößern konnte. Utz Eisenrigler: "Erst 2002 begann hier ein bayrisches Unternehmen für Feinwerktechnik. Der Hersteller von Fußpflegegeräten hat mittlerweile einen Teil seiner Münchener Aktivitäten nach Bautzen verlegt und für die Verlagerung der ungarischen Produktion in die Oberlausitz eine weitere Halle angemietet." Die Mitarbeiterzahl stieg von drei auf 16, ein weiterer Zuwachs an Fläche und Beschäftigten ist geplant.
Einen wesentlichen Teil zum Erfolg trägt die Gewerbepark GmbH bei, die den Mietern mit Parkmanagement und Hausmeisterdienst einen umfassenden Service zur Seite stellt. "Wir kümmern uns um alles rund um die Immobilie, so dass sich jeder problemlos auf seine Arbeit konzentrieren kann." Durch seine Lage unweit des Stadtzentrums ist der Gewerbepark gut zu erreichen. Wenige Schritte vom Gelände entfernt gibt es Bushaltestellen, bis zum Bahnhof benötigt man auch nur ein paar Fußweg-Minuten. Über die Autobahn A4 und die Bundesstraßen B 6, B 96 und B 156 gelangt man zügig nach Dresden, Bischofswerda, Görlitz, Zittau und Löbau.
SZ: G. Bührdel-Schmieder
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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