Textversion Pressearchiv im Gewerbepark Bautzen
 

28.02.2003 Sächsische Zeitung
 

itelligence - Im Beratungsraum wird’s zu eng


 

Ein Nachfolger des Bautzener Fernmeldewerkes wartet Serversysteme für über 50 Firmen aus aller Welt

Alexander Gebhard, Chef der Bautzener Firma itelligence Outsourcing & Services GmbH, öffnet die Tür zum hellen, großen Beratungsraum: "Der wird nun auch langsam zu eng." Fünf neue Mitarbeiter hat er seit Beginn dieses Jahres eingestellt, insgesamt sind‘s nun schon 45. Dass sich die Firma in den viereinhalb Jahren ihres Bestehens so erfolgreich entwickeln würde, hätte sich der 43-Jährige wohl kaum träumen lassen.

In dem von außen beinahe unscheinbar wirkenden Gebäude im Bautzener Gewerbepark Wilthener Straße arbeitet ein hochmodernes Rechenzentrum. Darin stehen von mehr als 50 namhaften, teils weltweit agierenden Unternehmen wie AOL Deutschland, Schwarz-Pharma AG, Pinnacle oder Xylon etwa 270 Server. Über diese Server "fließen" sämtliche Daten verschiedener betriebswirtschaftlicher Prozesse der Kunden wie Finanzbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb oder Produktionsplanung. Darum, dass alles fehlerlos klappt, Systeme optimal eingestellt oder Ausfälle schnellstens behoben werden, kümmern sich die Bautzener, und zwar rund um die Uhr. "Kein Serversystem läuft fehlerfrei", sagt Gebhard.

Die junge Firma gehört zu den Nachfolge-Unternehmen des Bautzener Fernmeldewerkes. Das Rechenzentrum war 1991 von der Firma Philips übernommen worden, bis es sich, zwangsläufig, zum 1. Juli 1998 völlig abnabelte. "Ich habe damals zehn Mitarbeiter von Philips übernommen. Unser Partner war die Apcon AG. Als Apcon Systems Services GmbH haben wir mit Philips als erstem Kunden neu angefangen", erzählt Gebhard. Schon ein Jahr später reichten die Räume nicht mehr aus. "Wir sind schneller gewachsen als geplant." Seit 1999, als die Apcon AG mit der Bielefelder Firma SVC fusionierte, trägt das Bautzener Unternehmen seinen jetzigen Namen. Damals fiel auch die Entscheidung, das nagelneue Rechenzentrum mit 1 000 Quadratmetern Fläche im Gewerbepark zu bauen. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liegt bei 30 Jahren. Viele haben an der Berufsakademie Bautzen oder an der Hochschule Zittau-Görlitz studiert.

"Grundvoraussetzung ist ein Hoch- oder Fachschulabschluss in Informatik", sagt Gebhard. Er erwarte von seinen Mitarbeitern ein gutes Grundwissen über Betriebssysteme, Hardware, Datenbanken, die SAP-Software und fundierte Englischkenntnisse. "Recht und Pflicht auf Weiterbildung sind im Arbeitsvertrag geregelt." Auf sein Team, darunter ein Dutzend Frauen, kann sich der Chef verlassen. "Wir arbeiten im Drei-Schicht-System mit einer 40-Stunden-Woche. Überstunden und Wochenendarbeiten sind nicht ausgeschlossen. Schließlich garantieren wir unseren Kunden eine zuverlässige Systemverfügbarkeit über 24 Stunden pro Tag, und das an sieben Tagen je Woche." Auf ein Wort

Von Helga Koch
 
25.01.2012 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH, Bautzen
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