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Etwas Mörtel und ein Gläschen auf den Bau Auftakt für das Beratungszentrum von Mannesmann in Bautzen - natürlich mit Sachsens Landesvater und dem Regierungspräsidenten Großer Bahnhof am Mittwoch im Bautzener Gewerbepark Wilthener Straße. Die Grundsteinlegung für das neue Beratungszentrum von Mannesmann ließen sich Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, Regierungspräsident Helmut Weidelener und Bautzens Oberbürgermeister Christian Schramm nicht entgehen. Von Sebastian Beutler Schon gähnt eine Baugrube im Gewerbepark auf der Wilthener Straße, wo ab dem kommenden Frühjahr die Kunden von D2-Mobilfunk telefonisch betreut werden sollen. Keine fünf Wochen nach der Ankündigung der Großinvestition legte Mannesmann am Mittwoch den Grundstein für die Investition in Bautzen, die sich der Düsseldorfer Konzern 57 Millionen Mark kosten lassen wird. Eine Förderung durch den Freistaat Sachsen inklusive. Dessen erster Mann ließ sich den Termin natürlich nicht nehmen. Ministerpräsident Kurt Biedenkopf erzählte bei dieser Gelegenheit von seinem Regierungsantritt in Sachsen. Damals telefonierte er noch mit einem Satellitentelefon über New York und Oslo mit Bonn. Kostenpunkt im Monat: 5 000 Mark. Keine andere Leitung stand ihm zur Verfügung. Mittlerweile kann er auch aus der Dresdener Staatskanzlei auf preiswerterem Wege die Verbindungen in die deutsche Hauptstadt Berlin halten. Aber noch heute, meinte Biedenkopf launig, stehe neben seinem Schreibtisch ein Drehhubwähler. Dieses mechanische Telefon tat seinen Dienst von 1924 bis 1991 und verdeutliche die rasante Wirkung in der Zwischenzeit erst so recht. Davon profitiert haben die Mannesmänner mit ihren tragbaren Handys. Im März habe sein Unternehmen eine Million neue Kunden geworben, verkündete der Vorsitzende der Geschäftsführung von Mannesmann Mobilfunk, Jürgen von Kuczkowski. Bei so vielen neuen Kunden müsse sein Unternehmen auch bei der Beratung Schritt halten. Deswegen errichtet sein Unternehmen in Bautzen nach Ratingen, Stahnsdorf, Hannover und Stuttgart sein fünftes Beratungszentrum. "Hier wird ein Stück Zukunft gewonnen", glaubt Kuczkowski. Diese Zukunft werden die Bautzener mitgestalten, weil sie so schön hochdeutsch sprechen würden. Das jedenfalls sei einer der ausschlaggebenden Gründe für die Ansiedlung gewesen, sagte Biedenkopf unter heftigem Kopfnicken Kuczkowskis. Noch kann man sich um einen der 500 Arbeitsplätze bewerben. Das Rüstzeug für diese Beschäftigung nannte der oberste Mobilfunker von Mannesmann auch gleich: Künftige Mitarbeiter müssen kommunikativ und serviceorientiert sein sowie Freude daran haben, den Kunden zu beraten. Zunächst hatten die prominenten Gäste allerdings Freude daran, die Schatulle mit einer aktuellen Ausgabe der "Sächsischen Zeitung", einem Handy sowie den Kopien der Baugenehmigung und des Mietvertrages im Grundstein zu versenken, die Platte darüber einzumörteln und ein Gläschen auf den Bau zu erheben.
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