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Bautzens Wirtschaftsförderer Eckehard Oßwald und seine Aufgabe, den Standort weltweit zu vermarkten Drei Monate lang hat die SZ Beispiele aufgeführt für erfolgreiche Unternehmen in Bautzen. Von ihren Sorgen wie auch ihrem Stolz auf das Erreichte wurde berichtet. Zum Abschluss der SZ-Serie sprachen wir mit Eckehard Oßwald, der in Bautzen die Wirtschaftsförderung leitet. Von Sebastian Beutler Eckehard Oßwald kann einen großen Erfolg vorweisen. Der Wirtschaftsförderer von Bautzen spricht in höchsten Tönen vom Gewerbepark Wilthener Straße und der 50-Millionen-Mark-Investition der D-2-Mobilfunker von Mannesmann an diesem Standort. Ein auch sachsenweites Vorzeigeobjekt sei das, sagt Oßwald. "Einfach excellent." Fast vier Jahre zogen sich die Verhandlungen und Absprachen mit Mannesmann hin, ehe alles in trockenen Tüchern war. In der Zwischenzeit konnte weder Oßwald noch ein Beteiligter über die Pläne sprechen, um das Projekt nicht zu gefährden. Das macht die Schwierigkeit seiner öffentlichen Wirkung aus. Oßwald muss über lange Zeiträume beharrlich arbeiten - auch schweigen -, ohne dass es eine Garantie für den Erfolg gibt. Im schlechtesten Fall steht er ohne Ergebnis da und alle Welt fragt sich in Bautzen: Was hat er gemacht? Natürlich gibt es ein solches Erfolgserlebnis wie Mannesmann nicht jeden Tag für Oßwald, seinen Mitarbeiter und seine Sekretärin. Kleine Initiativen und Schritte sind sein Tagesgeschäft. 45 bis 50 Anfragen von interessierten Unternehmen erreichen seine Abteilung jährlich. Die Zahl sei ausgesprochen stabil geblieben, sagt er. Und in den ersten drei Monaten in diesem Jahr hat er eine leichte Belebung festgestellt. Die anziehende Konjunktur in den alten Ländern wie auch die Stabilität der hiesigen Unternehmen zählt Oßwald als Gründe auf. Immerhin: Jede zweite Anfrage stammt von einem Betrieb aus der Region. Ist für die Stadt erkennbar, dass die Firma ernsthaft erwägt, sich in Bautzen anzusiedeln, geht man in die Vollen und stellt eine Angebotsmappe zusammen. Darin finden die Unternehmen die allgemeinen Standortvorteile von Bautzen aufgezählt. Aber die Wirtschaftsförderung versucht auch, firmenbezogen den Standort schmackhaft zu machen. Das kommt vor allem bei den mittelständischen Unternehmen, die nicht über entsprechende eigene Abteilungen verfügen, gut an. "Die Investoren suchen den Kontakt und die Nähe zur kommunalen Wirtschaftsförderung", sagt Eckehard Oßwald. "Sie wünschen die Begleitung durch die Kommune." Freilich spielt sich Wirtschaftsförderung auf sehr verschiedenen Ebenen ab. So bedient sich Bautzen auch der Wirtschaftsförderung Sachsen, die auf Landesebene Anlaufstelle für investitionsbereite Firmen ist. Hier werden auch Kontakte von Auslandsreisen der sächsischen Minister koordiniert und aufs Land verteilt. "Wir nutzen diese Strukturen", erklärt Oßwald. "Denn die Stadt kann niemals überall effizient für sich werben." Doch die Bindung neuer Investoren an Bautzen ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere hält Oßwald für genauso wichtig: Die Pflege der bestehenden Wirtschaft. Auf bis zu 700 Unternehmen schätzt er die Zahl von Betrieben und Selbstständigen in der Spreestadt. Ihre Interessen zu bündeln, darin sieht Bautzens Wirtschaftsförderer einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Deswegen ist er auch auf die KfZ-Zulieferer-Initiative so stolz. "Irgendwann haben wir mal festgestellt, dass viele Unternehmen aus der Region mit der Elite deutscher und internationaler Firmen zu tun haben." Da der Strukturwandel in der Zulieferer-Branche besonders dramatisch verläuft, "müssen wir hier was tun". So entstand die Idee zu dem Netzwerk, das nun auch vom Freistaat in die Verbundinitiative "Automobilzulieferer Sachsen 2005" aufgenommen wurde. "Die Unternehmen müssen sich zusammentun, um ganze Systeme liefern oder im Marketing bestehen zu können", ist er sich gewiss.
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