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Mobilfunk-Unternehmen eröffnete gestern Call-Center in Bautzen "Aus den Kursen des Arbeitsamtes übernehmen wir einen Teil unserer Mitarbeiter." Thomas Hofmann, Personalchef der Mannesmann-Niederlassung Ost, Radebeul. Feierlich eröffnet wurde gestern das Kundenbetreuungs-Zentrum der Mobilfunk-Firma Mannesmann. Dort werden D2-CallYa-Kunden von derzeit 200 Mitarbeitern betreut. Bis zum Jahr 2003 sollen es 500 Beschäftigte sein. Von Andreas Rentsch Wirtschaftsminister Kajo Schommer freute sich, dass er nur 35 Minuten vom Dresdner Flughafen bis ins Gewerbegebiet an der Wilthener Straße gebraucht hatte. D2-Vorstandsvorsitzender Jürgen von Kuczkowski zeigte sich entzückt, dass der Bau des Call-Centers von der Stadt so unbürokratisch unterstützt worden war. Und Gewerbepark-Geschäftsführer Utz Eisenrigler war einfach glücklich, den potenten Investor überzeugt zu haben: "Mit Mannesmann haben wir hier den Leuchtturm in der Region." Durch die symbolische Schlüsselübergabe von Eisenrigler an Kuczkowski ist das fünfte Call-Center des Mobilfunk-Unternehmens in ganz Deutschland in Betrieb gegangen. In den nächsten beiden Jahren sollen zurzeit noch leer stehende Teile des Gebäudes genutzt werden. Je nach Wachstum des Marktes werden 2003 in Bautzen etwa 500 Kundenbetreuer Anrufe von Handy-Nutzern aus ganz Deutschland entgegennehmen. "Richtig ist, wir haben lange diskutiert. Der Gedanke an ein fünftes Center existierte schon viele Jahre", erläuterte Jürgen von Kuczkowski die Expansionspläne von Mannesmann. "Der Mobilfunk-Boom hat die Angelegenheit dann beschleunigt." Im Mai 2000 war der Grundstein für das Call-Center gelegt worden, bereits Anfang Januar gingen die ersten Anrufe an der Wilthener Straße ein.
Derzeit arbeiten nach Auskunft von Mannesmann-Sprecher Matthias Andreesen Viegas 200 Mitarbeiter im flexiblen Schichtbetrieb. "80 Prozent sind ehemalige Arbeitslose. Es freut uns natürlich, dass wir diesen Leuten eine zweite Chance geben können." Weitere Anwerbungsrunden wie im Herbst letzten Jahres, als sich Hunderte für die ersten freien Stellen bewarben, wird es in Zukunft nicht mehr geben. Statt dessen veranstaltet das Arbeitsamt ständig Lehrgänge, in denen jeweils 20 Bewerbern die Grundlagen der Arbeit in einem Call-Center vermittelt werden. "Aus diesen Kursen heraus übernehmen wir einen Teil unserer Mitarbeiter", erklärte Thomas Hofmann, Personalchef der Mannesmann-Niederlassung Ost. Er ist gleichzeitig Ansprechpartner für Interessenten. Laut Sprecher Andreesen bekommt etwa die Hälfte der Kursteilnehmer eine Anstellung.
In Bautzen werden nur die Kunden betreut, die keinen festen D2-Vertrag abgeschlossen haben. Das sind deutschlandweit etwa zehn Millionen Handy-Besitzer. Die Vernetzung der Niederlassung in der Oberlausitz mit den vier anderen Call-Centern in Ratingen bei Düsseldorf, Stahnsdorf bei Berlin, Hannover und Stuttgart ermöglicht es, ankommende Anrufe auf andere Standorte umzuleiten. So geschehen gestern, als im Bautzener Gewerbepark für eine Stunde mit Sekt und Häppchen gefeiert wurde.
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