Der ganz besondere GewerbePark  


 
 
Presseartikel
Hinweis: Zurück zu Presse. Klicken Sie auf Übersicht.
 08.12.2009   Sächsische Zeitung

Laden der Behindertenwerkstatt zieht von der Altstadt an die Wilthener Straße

Das Geschäft an der Ecke Heringstraße/Hohengasse ist für Fahrradmontage und Keramikarbeiten zu klein geworden.

Der Laden der Bautzener Werkstatt für Behinderte im Eckhaus Heringstraße/Hohengasse gehört seit zehn Jahren zum Bild der Altstadt - jetzt zieht er aus. Nur noch bis Donnerstag kann man dort Keramiken und andere im Kreativbereich der Werkstatt entstandene Arbeiten kaufen. Der Umzug ist bereits in vollem Gange. Ab Januar öffnet der Laden im Gewerbepark an der Wilthener Straße. "Wir hoffen, dass unsere Kunden uns trotzdem treu bleiben", sagt Jens Schulz, Leiter der Bautzener Werkstatt, zu der mehrere Standorte gehören. Einer davon befindet sich seit Mitte der 90er Jahre im Gewerbepark Wilthener Straße. Dort sind heute 150 Frauen und Männer mit körperlichen oder geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen beschäftigt. Sie verpacken Stifte, montieren Badschränke, bearbeiten Metall oder pflegen Grünanlagen. Gleich nebenan, wo früher die Firma Bautzen-Glas ansässig war, hat die Behindertenwerkstatt nun weitere Räume angemietet.

Im Erdgeschoss wird gerade die neue Fahrradwerkstatt eingeräumt. Sie war bisher auch in der Hohengasse ansässig und der Hauptgrund für den Umzug. "Es ging dort alles sehr beengt zu, es gab keine Möglichkeit mehr, sich auszudehnen", sagt Jens Schulz. Die Werkstatt-Mitarbeiter reparieren nicht nur, sondern bauen beispielsweise aus alten neue Räder auf. "Wir bieten einen Rund-um-Service an." Erweitert werden soll aber auch der kreative Bereich, der seinen Platz auf einer Galerie über der neuen Fahrradwerkstatt findet. Dort werden unter anderem Besucherlatschen hergestellt.

Weitere Näh- und Filzarbeiten könnten dazukommen, sagt Matthias Pech, Leiter der Betriebsstätte Wilthener Straße. Er verspricht sich von dem Umzug noch einen Effekt: Wenn in den anderen Bereichen viele Aufträge für Firmen abzuarbeiten sind, könnten die 22 bisher in der Hohengasse beschäftigten Frauen und Männer dabei helfen. Außerdem können Sozialräume wie die Kantine gemeinsam genutzt werden. Und Kunden, die ihr kaputtes Fahrrad bringen, finden künftig Parkplätze vor der Tür.

Das Geschäft in der Hohengasse ist noch bis 10.Dezember 9 bis 16Uhr, in der Wilthener Straße dann ab Januar Montag bis Freitag 9 bis 18Uhr geöffnet.


SZ Text: Madeleine Siegl-Mickisch

   Zur Presseübersicht 

zurück zum vorigen Artikel weiter zum nächsten Artikel

 
 © Gewerbepark Wilthener Straße GmbH   Wilthener Straße 32   02625 Bautzen / Sachsen   Textversion