
Noch trägt der Mietvertrag keine Unterschriften, daher mag Ralf Eisenrigler auch keine Namen nennen. Doch der Geschäftsführer der Gewerbe + Immobilien Service GmbH (GIS) ist guter Dinge, dass der Vertrag noch in diesem Jahr zustande kommt. Der neue Mieter würde eine größere Bürofläche im Gewerbepark Wilthener Straße in Anspruch nehmen. Damit stünde die erste Ansiedlung des nächsten Jahres schon mal fest.
"Wir blicken optimistisch in die Zukunft", sagt Eisenrigler. Die von ihm geführte GIS verwaltet das rund 65500 Quadratmeter große Areal, auf dem etwa 40 Firmen und Büros ihren Geschäften nachgehen - vom Telekommunikationsanbieter Vodafone mit rund 500 Mitarbeitern bis hin zur kleinen Mannschaft im Blumengeschäft "Moosmutzel" von Carola Bauriedel. Insgesamt bieten die Mieter im Gewerbepark mehr als 1200 Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Als vor 15 Jahren die Sanierung der einstigen Robur-Industriebrache begann, hofften die Initiatoren auf bis zu 500 neue Jobs. Entstanden sind mehr als doppelt so viele.
Freie Flächen im AngebotÜber 90 Prozent der Flächen sind vermietet, "damit können wir zufrieden sein", so Eisenrigler. Interessenten kann er immer ein paar freie Produktions- und Büroflächen anbieten, wenn sie nicht gerade eine Werkhalle brauchen. "Es ist immer die Frage, was gesucht wird, aber meist können wir helfen."
Unmittelbar an der Wilthener Straße befindet sich die einzige Fläche, auf der noch ein Neubau entstehen könnte. Zurzeit dient sie als Parkplatz. "Diesen Platz halten wir bereit, falls ein Mieter soviel Fläche braucht und sich langfristig binden will", erklärt Eisenrigler. Oft kennt er die Interessenten bereits - wenn es sich um Mieter handelt. So vergrößerten sich in diesem Jahr B2 Feinwerktechnik GmbH und die Internet-Profis der Firma Azionare.
Hin und wieder verlässt auch ein Unternehmen den Gewerbepark, wie in Kürze City-Post und Portas. "Doch in der Regel findet sich schnell ein Nachmieter", sagt der GIS-Geschäftsführer. Auch die Firma Bautzen-Glas siedelt sich demnächst in frei werdenden Räumen an der Wilthener Straße an. Zurzeit ist das Unternehmen noch in Drauschkowitz ansässig.
Frische FassadenDie Gebäude des Rechenzentrums Itelligence und von Vodafone erhielten in diesem Jahr eine frische Fassade. Denn auch das gehört zu den Ansprüchen der GIS: Dreckecken oder hässliche Gebäude soll es im Gewerbepark nicht geben. Und hat es seit der Sanierung der alten Hallen auch nie gegeben.
SZ Artikel: Von Tilo Berger
Text Foto: Sabine Handke und Uwe Lehmann von der Malerwerkstatt Kozik aus Weißwasser haben die Fassade des Vodafone-Callcenters mit frischer Farbe versehen. Auch das Itelligence-Rechenzentrum ist in diesem Jahr renoviert worden. Fotos: Carmen Schumann
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