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 03.01.2008   Sächsische Zeitung

Zeitarbeit mit Qualitätssiegel
Seit sechs Jahren betreibt die Nürnberger Firma Hofmann Personal- Leasing auch in Bautzen eine Niederlassung.

Werbeplakate wie im Büro von Ulf Vierling gehören in Lausitzer Chefzimmern keinesfalls zum Alltag. Das Poster zeigt einen Mann in Arbeitskleidung, der behauptet: "Hier verdiene ich mehr!" Und mit so einem Slogan wirbt ein Zeitarbeits-Unternehmen. Ulf Vierling kennt natürlich die landläufigen Vorurteile gegen die Branche. "Aber sie stimmen nicht, und das spricht sich zunehmend herum", sagt der Bautzener Bürochef der Firma Hofmann Personal-Leasing.

Damit sich das noch mehr herumspricht, beteiligt sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg an einer groß angelegten Werbekampagne des Bundesverbandes Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA). Der BZA hat mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund die nach eigenen Angaben "höchsten Tariflöhne in der Zeitarbeit" ausgehandelt. Ab Januar 2008 steigt das Einstiegsgehalt für Hilfstätigkeiten auf 6,52 Euro pro Stunde, Facharbeiter kommen auf mehr als acht Euro. Und je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit gibt es Zulagen. "Unsere Chefin legt viel Wert auf einen ordentlichen Umgang mit den Mitarbeitern", berichtet Vierling. "Sie sagt, nur motivierte Leute bringen auch die geforderte Qualität. Unsere Stammkunden wissen und akzeptieren das", sagt Ulf Vierling, der die dreiköpfige Büromannschaft von Hofmann Personal-Leasing im Gewerbepark Wilthener Straße leitet. "Wir sind nicht die billigsten, aber wir bürgen für Qualität und korrekte Auswahl der Mitarbeiter für den vereinbarten Einsatz." Als erstes Zeitarbeitsunternehmen entwarf Hofmann einen eigenen Qualitätspass, in dem festgeschrieben ist, was die Kunden von den ausgeliehenen Mitarbeitern erwarten können. Um den Kunden möglichst gut qualifizierte Leute zu schicken, strebt das Zeitarbeitsunternehmen jetzt die Mitgliedschaft in einem Ausbildungsverbund an.

Seit sechs Jahren ist das von der Nürnbergerin Ingrid Hofmann geleitete Unternehmen auch in der Spreestadt ansässig und wuchs seitdem ständig. "Zurzeit haben wir in Bautzen etwa 90 Angestellte", berichtet Vierling, der aus Eisenhüttenstadt stammt und schnell in Bautzen heimisch wurde. Die Hofmann-Leute arbeiten in der Lausitz beispielsweise in Betrieben der Lebensmittelbranche, bei Kfz-Zulieferern und im Schienenfahrzeugbau. "17 Mitarbeiter haben wir in diesem Jahr verloren, weil sie von den Einsatzbetrieben fest eingestellt wurden", sagt der Büroleiter. "Aber dieser Klebe-Effekt ist ja von uns auch durchaus gewollt."

90 Angestellte in Bautzen

Drei der derzeit etwa 90 Bautzener Hofmann-Angestellten sind schon von Anfang an dabei. "Wir suchen ständig neue, gute Leute", erklärt Vierling. "Zurzeit könnten wir beispielsweise Schlosser, Zerspaner und Elektriker einstellen." Von den Beschäftigten werde einiges verlangt. Auto und Führerschein sowie fachliche Kenntnisse seien Bedingung. Und die Bereitschaft zum flexiblen Arbeiten in verschiedenen Einsatzbetrieben müsse da sein. Etwa 15Mitarbeiter seien derzeit fern der Heimat im Einsatz, die meisten - rund 75 - aber in der Region.

SZ: Von Tilo Berger
Foto: SZ/Uwe Soeder, privat

Weitere Informationen unter: http://www.hofmann.info

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